Lebenslauf
Randal Turner, Bariton
Randal Turner ist im Bundesstaat Indiana USA geboren und aufgewachsen.
Er hat mit dem Musik- und Balletstudium an der Interlochen Arts Academy, Michigan angefangen.
Seine Gesangsausbildung begann er 1982 am Oberlin College Conservatory of Music
unter Richard Miller, setzte sie von 1985-1990 an der Indiana University School of Music
unter Margaret Harshaw fort und rundete sie danach im Internationalen Opernstudio Zürich ab.
Seine Opernengagements führten ihn an das Stadttheater St. Gallen, das Landestheater Linz, die Kammeroper Wien, die Opera de Monte-Carlo, das Stadttheater Bielefeld und an das Manoel Theater, Valletta in Malta.
Er sang zahlreiche bekannte Rollen wie Figaro (Barbiere di Siviglia), Albert (Werther)
Silvio (I Pagliacci), Valentin (Faust), der Graf in «Der Zigeuenerbaron» und «Der Wildschütz».
2002 begann Randal Turner eine intensive Tätigkeite auf italienischen Bühnen. Er debütierte als Escamillio in «Carmen» an der Oper in Sassari, wenig später interpretierte er Stanley Kowalski in der italienischen Premiere von André Previns «Streetcar named Desire»
am Theater Regio di Torino, wohin er später zurückkehrt um Mr. Redburn in «Billy Budd» von B. Britten zu singen.
Vom selben Komponisten verkörperte er Bottom in «A Midsummer Night’s Dream» an den Opern von Pisa, Lucca und Livorno. 2003 sieht man ihm zum erstenmal in Italien in einer lyrischen Rolle als Marcello in «La Bohème» am Teatro Petruzelli, Bari.
Neben der Oper wird Randal Turner ein gefragter Konzert- und Oratorieninterpret.
Er sang am Festival Wien Modern, Dallapiccolas «lob» mit dem Tonhalle Orchester Zürich, Suter’s «Le Laudi» die 9. Symphonie Beethovens mit der Camerata Strumentale Prato und Szymanowskis Stabat Mater mit der Sinfonica Nazionale della RAI. Er sang das wieder entdeckte Oratorio «La caduta di Gerico» von Hasse mit dem Orchester Musica Rara Milano. Sein Kirchenrepertoire umfasst Händel, Haydn, Mozart und Bach.
Seit 2004 ist er regelmässig auf Tournee mit dem Piccolo Teatro Milano als Guglielmo in «Cosi fan tutte».
In dieser letzten Inszenierung des verstorbenen Giorgo Strehler sah man ihn in Bari, Lyon, Recanati, Madrid und Istanbul.
In den letzten zwei Jahren sang er gleich in vier Weltpremieren. Im Mai 2004 an der Münchner Biennale «Cantio» von Vykintas Balkatas, im Oktober 2004 verkörperte er Federico II in der gleichnamigen Oper von Marco Tutino, am Teatro Pergolesi in Jesi. Im Juli 2005 sah man ihn als Alexandre in «La Ville morte» von Nadia Boulanger an der Accademia Chigiana Siena und im Oktober in der ersten kritischen Ausgabe als Pharao in Rossinis «Mosè in Egitto» am Teatro Verdi, Sassari.
Im September 2005 spielte er Cosroe in «Siroe» von Händel, für ein neues Festival,
Oper im Zelt in Vorarlberg. Zurück in Italien sang er zum ersten mal den Don Giovanni am Teatro Verdi, Pisa im November 2005.
Im Juli und August 2006 interpretierte er am Operfestival im Schloss Hallwyl, Schweiz, den Duc de Rothsay in Bizets
sehr selten aufgeführten Oper "La jolie fille de Perth".